31.03.2019

Die UN-Behindertenrechtskonvention, die Deutschland am 26. März 2009 – also vor nunmehr zehn Jahren – unterzeichnet hat, beinhaltet das Ziel der gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderung an der Gesellschaft.

Die Tatsache, dass dies noch längst nicht umgesetzt wurde, liegt vor allem daran, dass in dieser Gesellschaft nicht die Menschen unterstützt werden, die zum Beispiel wegen eines fehlenden Arms oder Fußes etwas eingeschränkt sind, dafür umso mehr diejenigen, die zum Beispiel wegen fehlender Persönlichkeit völlig beschränkt sind.

Zwei Beispiele: Während Menschen mit Behinderung bei der Vergabe von Arbeitsplätzen immer noch benachteiligt werden, gibt es bei der Justiz und Polizei nachweislich zu viele AfD-Sympathisanten.

Und während für behinderte Menschen eine erfolgreiche Karriere in der Öffentlichkeit meist nicht möglich ist, gibt es sehr viel Aufmerksamkeit und sogar Auszeichnungen für nicht zurechnungsfähige Rechtsrocker wie Andreas Gabalier.

Menschen mit Behinderung müssen endlich mehr Rücksicht erfahren: Alle Fußballstadien brauchen zum Beispiel einen barrierefreien Zugang. Schon für die Fußballprofis von Hannover 96.

Es ist höchste Zeit, behinderte Menschen als gleichwertige Mitglieder der Gesellschaft anzuerkennen. Die Probleme in Deutschland und anderen Ländern gibt es nicht wegen der Menschen, denen das Gehör oder das Augenlicht fehlt, sondern wegen der Menschen, denen es an Rücksicht und Ehrgefühl fehlt.

29.03.2019

Ihr, AfD-Politiker im Saarland, wolltet mal wieder einen Beweis dafür finden, wie kriminell Ausländer angeblich sind. Nachdem die Polizei im Saarland letztes Jahr eine Statistik veröffentlicht hat, wonach von 1490 Tatverdächtigen bei Messerangriffen 842 Deutsche sind, habt Ihr eine Anfrage gestellt, wie viele dieser Deutschen eine doppelte Staatsbürgerschaft haben und welche Vornamen häufig vorkommen.

Die Antwort lautet: Von den 842 tatverdächtigen Deutschen haben nur 14 eine doppelte Staatsbürgerschaft; und die meisten Tatverdächtigen heißen Michael (24 Fälle), Daniel (22) und Andreas (20).

Natürlich dürft Ihr Tatsachen nicht anerkennen und müsst weitere Anfragen stellen, wie zum Beispiel: Sind Michael, Daniel und Andreas nicht eigentlich arabische oder afghanische Namen? Zumindest, wenn man sie umgekehrt liest?

Wurden bei den Straftaten von Ausländern auch die Fälle mitgezählt, als die Türken im Jahr 1683 vor Wien standen?

Zählen zu den Opfern von Ausländern nicht auch die AfD-Politiker, die sich vor Wut über die für sie unerwarteten Antworten auf ihre Anfragen den Kopf auf die Tischplatte schlagen und somit verletzen?

Und kann die AfD, die für das Verfassen lesbarer Anfragen polnische Schwarzarbeiter beschäftigt, sich dafür endlich mal ungestraft illegale Parteispenden aus dem Ausland überweisen lassen?

28.03.2019

Du, Hassanal Bolkiah, Sultan von Brunei und König aller Vollpfosten, hast nun ein Gesetz beschlossen, wonach homosexuelle Partner zu Tode gesteinigt werden.

Angesichts der Tatsache, dass Du – mit dem bemerkenswerten Vornamen Hassanal – die Todesstrafe für homosexuellen Geschlechtsverkehr beschlossen hast, sind die Extremisten in Brunei erleichtert, dass Du nicht den Vornamen Hasskommentare hast.

Zudem hast Du ein Gesetz eingeführt, wonach einem Dieb als Ersttäter die rechte Hand amputiert wird und als Wiederholungstäter das linke Bein.

Wenn Du nun noch ein Gesetz einführst, wonach jedem, der aus Geltungsdrang berühmte Diktatoren nachzuahmen versucht, als Ersttäter alle Gliedmaßen amputiert werden und als Zweittäter der Kopf, dann wirst Du dereinst in den Geschichtsbüchern – zu Recht – höchstens als ein widerliches Häufchen Elend erwähnt.

26.03.2019

Dass, Landesbehörden Nordrhein-Westfalens, viele Fälle des Cum-Ex-Steuerskandals, des größten Steuerraubs in der Bundesgeschichte, bald verjähren könnten, liegt vor allem daran, dass Ihr zu dessen Aufarbeitung 15 Ermittler einsetzt – 15 (!), also so viele Ermittler, wie sonst, mit einer Waffe im Anschlag, bei einer Familie vor der Haustür stehen, wenn ein Strafzettel wegen Falschparkens einen Tag zu spät beglichen wurde, oder bei einer alten Frau, wenn diese zur Aufbesserung ihrer Mini-Rente keck eine Pfandflasche aus einem Müllcontainer gefischt hat.

Noch könntet Ihr es verhindern, dass der deutsche Staat, dem wegen des Cum-Ex-Steuerskandals 31,8 Milliarden Euro entgangen sind, nach der möglichen Verjährung das meiste Geld nicht mehr zurückerhält. Wenn Ihr nicht mehr so viele Ermittler einsetzt, um herauszufinden, ob Parkbänke für Rentner und Hartz-IV-Empfänger angemessene Einlieger-Wohnungen sind und mit wie viel Einsparungen beim Sanieren von Schulen man noch größere Ausgaben für das Bereitstellen defekter Bundeswehrpanzer realisieren kann und warum Säuglinge sowie Kleinkinder niemals Steuern zahlen, dann hättet Ihr auch genug Ermittler zur Aufarbeitung des Cum-Ex-Steuerskandals zur Verfügung.

25.03.2019

Aufschrift der neuen Hinweisschilder an den Mittelmeerküsten:

Wer – schnellstmöglich und unter dem Jubel anderer Menschen – aus Seenot gerettet werden möchte, der muss sich seine Geburt in der sogenannten westlichen Gesellschaft sichern, darf nur zu seinem Vergnügen wie Urlaubsfahrten ein Schiff besteigen und muss Kreuzfahrtschiffe wie die „Viking Sky" benutzen.

Für Menschen, die diese Sicherheitsanweisungen nicht beachten, übernimmt diese Gesellschaft weiterhin keine Verantwortung.

P.S. Gebraucht werden keine „Trauer"- oder „Wütend"-Emoticons unter solch einem Beitrag auf Facebook, sondern mehr Menschen mit Zivilcourage im Alltag.