24.03.2018

Warum so umständlich, Ihr Vorstandschefs der Nahrungsmittelkonzerne, fragt man sich angesichts dessen, dass in Supermärkten immer öfter geschältes Obst in einer Plastikverpackung zu sehen ist. Für Euch wäre es doch profitabler, wenn Ihr Plastik in Plastikverpackungen zum gleichen Preis verkauft; dann würdet Ihr das Geld für das Obst sparen, und wegen des von Euch verursachten Plastikmülls, der in den Meeren und von dort als Mikropartikel über die Nahrungskette in den Lebensmitteln landet, macht das hinsichtlich des Geschmacks und der Gesundheit keinen Unterschied.

Aufgrund der Tatsache, dass Ihr am liebsten alles durch Plastik ersetzt seht, werdet Ihr Euch gewiss freuen, wenn wir als Verbraucher Eure Plastik-Arrangements in den Regalen liegen lassen und Euch zum Trost das aus Kinderspielsets entnommene Plastikgeld geben.

22.03.2018

Eine großartige Leistung, liebe Vögel, ist es von Euch, dass ein für Anfang Juni in Themar geplantes Rechtsrock-Konzert verboten wurde, weil am vorgesehenen Veranstaltungsort zu dieser Zeit mehrere streng geschützte Arten Eurer Spezies brüten und ihre Jungen aufziehen. Mit der geschickten Auswahl der Nistplätze haben einige Eurer geschützten Arten also Trottellummen vertrieben. 

Als weitere Orte für die Brut und Aufzucht Eures Nachwuchses zu empfehlen sind deshalb die AfD-Parteizentrale, der Lobby-Sumpf der Bundesregierung und der Chefsessel im Gesundheitsministerium.

Mögen sowohl die Zahl als auch der Umfang Eurer geschützten Arten stetig wachsen, denn für die Absage des genannten Rechtsrock-Konzerts reichen die „Sxxxg Heil"-Rufe und der Hxxxtler-Gruß der 6000 Teilnehmer im letzten Jahr leider nicht.

21.03.2018

Du, Jens Spahn, kritisierst also den Abtreibungsparagraphen; dabei hat jede Frau natürlich das Recht, sowohl sich als auch die Gesellschaft vor jemandem wie Dir rechtzeitig zu bewahren.

20.03.2018

Sehr verachtete deutsche Rüstungsfirmen, zuerst die gute Nachricht: Die Solidarität mit den Kurden, die derzeit in Syrien von türkischen Soldaten ermordet oder vertrieben werden, ist erfreulicherweise genauso groß wie die Solidarität mit den Opfern anderer Kriege bzw. den Opfern von Terroranschlägen. Die meisten der Facebook-Nutzer, die sonst ihre Profilbilder mit der Landesfahne der betroffenen Menschen zieren, zieren derzeit ihre Facebook-Chronik mit Bildern von Schnee, dem Wappen der Kurden in Syrien.

Und die Bundesregierung, die der Türkei die von Euch hergestellten und zum Einsatz kommenden Leopard-Panzer geliefert hat, ist über den Krieg gegen die Kurden in höchstem Maße entsetzt und möchte deshalb auch fortan dafür sorgen, dass die Kurden nur von Eurer Qualitätsware (made in germany) ermordet und vertrieben werden.

So weit, so weiterhin selbstverständlich.

Doch nun die schlechte Nachricht: Eure Produktionsweise entspricht nicht dem modernen Standard. Nach dem Vorbild der deutschen Autohersteller VW, BMW und Daimler, die bei den Angaben zu den von ihnen verkauften Autos schummeln, solltet Ihr an Diktaturen und in Krisengebiete höchstens Panzer verkaufen, die entgegen der Angaben zur Schussleistung und Munitionsausstattung nur begrenzt Schadstoffe ausstoßen.

18.03.2018

Du, Horst Seehofer, Spross aus der Liaison zwischen einem Alpenrind und einer zoophilien Weißwurst, hast behauptet, der Islam gehöre nicht zu Deutschland; doch wenn ich als Atheist es schaffe, mit all den Katholiken – samt der pädophilen, Wasser predigenden und bei Bischofssitzen wie in Limburg in Steuergeld schwimmenden Priestern – zusammenzuleben, ohne zum Dreizack zu greifen, dann kannst Du das mit den hier lebenden und im Gegensatz zu Dir kaum nervenden Muslime auch.

Und nicht nur für Dich, Horst Seehofer, etwas aus meinem neuen Buch:

Die Offenheit für andere Kulturen brachte den Menschen in Deutschland Warmwasserheizung, Theater und mediterranes Essen. Die Glorifizierung deutschen Brauchtums brachte den Menschen in Deutschland Hungerwinter, Trümmerhaufen und Lebensmittelmarken.