Aktuelles - Satire-Blog

30.05.2018

Ihr Lieben,

aufgrund Eurer Nachfragen ein kurzer Zwischenstand zur bevorstehenden Buchveröffentlichung: Gestern erhielt ich die Nachricht, dass das Manuskript nun fertig gesetzt ist. Jetzt wird noch das Buchcover erstellt. Das Buch wird ab Mitte Juni erhältlich sein.

Es ist also richtig von Euch, für die Versorgung Eurer Kinder und Partner derzeit kaum Geld auszugeben, damit jeder von Euch zur Buchveröffentlichung gleich möglichst viele Buchexemplare kaufen kann. :-)

Ich wünsche Euch indessen eine schöne Zeit.

Beste Grüße,

Gunnar

29.05.2018

Aufgrund der Tatsache, dass jede S-e-k-u-n-d-e etwa 700 Kilogramm Plastikmüll in den Meeren landen, möchte die EU-Kommission die am häufigsten darunter befindlichen Plastik-Artikel fortan verbieten. Dazu gehören Plastikgeschirr und Strohhalme.

Wie sich jeder Mensch darauf einstellen kann:

- Ein Mensch gehört nicht zur Hautevolee, wenn er Bier durch einen Strohhalm trinkt. Deshalb kann jeder den Plastik-Strohhalm weglassen und sein Bier trinken, indem er mit seinen Händen das Fünfliter-Fass zum Mund führt.

- Keiner von uns muss am Meeresstrand Plastikmüll liegenlassen. Jeder ist hinreichend als deutscher Urlauber erkennbar, wenn er im Ausland den von ihm favorisierten Platz am Strand mit einem Handtuch okkupiert.

- Für viele Menschen gibt es gute Gründe, ihrem Partner oder ihrer Partnerin mal die Meinung zu sagen. Der eigene Standpunkt lässt sich durch das Werfen von gutem, altem Porzellan-Geschirr jedoch argumentativ viel besser untermauern als durch das Werfen von labbrigem Plastik-Geschirr.

Jeder kann also schon jetzt durch kleine Veränderungen seines Verhaltens diese Welt ein bisschen plastikfreier und damit lebenswerter machen.

28.05.2018

Es sei vorweggenommen, dass ich kein Fußball schaue und deshalb auch keine Ahnung davon habe. Ich habe von Fußball so wenig Ahnung, dass der HSV mich schon als Profispieler engagieren wollte. :-)

Doch die Fußballfans, die – wie Spiegel Online heute berichtet – dem Torhüter des FC Liverpool und dessen Familie Hass-Mails und Drohungen schicken, weil dem Torhüter im Champions-League-Finale zwei Patzer unterlaufen sind, was zum einen menschlich ist und zum anderen Fußball eine ursprünglich zum Spaß gedachte Ballsportart sein lässt, ebendiese Fußballfans sollten mal darüber nachdenken, was sie mit ihren Händen jemals geleistet haben, außer im Stadion Bierbecher zu halten und ihre schriftliche Schulabschlussprüfung noch mal zu schreiben.

Und wenn diese Fans sich dann ehrlicherweise eingestehen, dass sie selbst es niemals zum Torhüter eines europäischen Spitzenclubs bringen könnten, dann sollten sie ihre Hände sinnvollerweise zum Beispiel dafür nutzen, den Plastikmüll im Meer zu verringern oder den weniger gutsituierten Menschen zu helfen – oder zumindest vor ihrer eigenen Haustür zu kehren.

26.05.2018

Herzlichen Glückwunsch dazu, liebe Frauen in Irland, dass die Mehrheit der Iren beim Volksentscheid für ein Ende des Abtreibungsverbots gestimmt hat.

Traurig ist allenfalls, dass solch ein Referendum auch heutzutage überhaupt nötig ist. Eine Abstimmung über das Recht der Frauen auf Selbstbestimmung ist wie eine Abstimmung über das Recht der Menschen aufs Atmen.

25.05.2018

Wegweisend ist die Maßnahme in Hamburg, nach der EU-Klage gegen Deutschland wegen der zu hohen Stickstoffbelastung einen Straßenabschnitt von 580 Metern für Dieselfahrzeuge zu sperren. Folgende Maßnahmen für eine intakte Umwelt sind noch in Planung:

- Flugzeuge und Kreuzfahrtschiffe dürfen weiterhin unvermindert Schadstoffe ausstoßen, solange sie dabei einen Umweg von mindestens 580 Metern nehmen

- alle Kohlekraftwerke in Deutschland dürfen unbegrenzt auf Volldampf laufen, solange jeden Tag 580 Sekunden eher Feierabend gemacht wird

- in den Meeren darf weiterhin Müll entsorgt werden, solange die Meeresbewohner von den Verursachern gemäß der neuen Datenschutz-Grundverordnung keine personenbezogenen Daten speichern