Satire-Blog

25.05.2020

Wenn die Autolobbyisten, die in Berlin ständig Verkehrsminister Andreas Scheuer belagern, auch einen Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern einhielten, dann gäbe es infolge der Warteschlange noch viel mehr Zuschauer bei den derzeitigen Freiluftveranstaltungen im Schwarzwald ...

24.05.2020

Neue Textaufgabe im Mathematik-Unterricht:

30 osteuropäische Schlachthofarbeiter, die in einer Unterkunft von 30 Quadratmetern hausen, schuften 60 Stunden pro Woche für einen Stundenlohn von zwei Euro, damit die Menschen in Deutschland ein Kilo Schweineschnitzel für vier Euro verputzen können.

Wie heiß ist die Luft, die die verantwortlichen Politiker hinsichtlich fairer Löhne und besserer Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie ausstoßen?

22.05.2020

Du, BILD-Zeitung, bist infolge Deiner selbsterwählten Aufgabe, Dich bei der Hetze gegen andere Menschen an Primitivität täglich selbst zu übertreffen, auf die Schlagzeile gekommen: „Grüne wollen unser Fleisch teurer machen!"

Es steigert natürlich die Auflage für ein Hetz- und Spaltblatt, wenn möglichst viele Deutsche zum einen in Angst davor leben, dass sie für ein Schnitzel eventuell mal genausoviel bezahlen müssen wie für einen Putzlappen.

Und wenn möglichst viele Deutsche zum anderen kein Verständnis dafür entwickeln, dass für die Bauern nach der Aufzucht der Tiere mehr übrigbleiben muss als ein Insolvenzantrag und dass die rumänischen Schlachthofarbeiter mit ihrer Schufterei so viel Geld verdienen sollten, damit sie sich irgendwann einmal eine geräumigere Unterkunft leisten können als Hühner in Käfighaltung.

Gerade Du solltest jedoch nichts gegen einen angemessenen Preis haben. Mit dem Preis für eine BILD-Zeitung ist schließlich auch dafür gesorgt, dass Menschen von dem Verkauf bedruckten WC-Papiers leben können.

21.05.2020

Aus aktuellem Anlass mein Blog-Beitrag vom 10.05.2018:

Christi Himmelfahrt: der Tag, an dem Jesus zu seinem Vater in den Himmel zurückkehrte, weil er angesichts der umherziehenden Männer mit Bollerwagen den Wandel des Menschen zum Guten aufgab

Ich wünsche Euch einen schönen Tag, Ihr Lieben.

20.05.2020

Dass man die Bundesregierung kritisiert, und zwar auch hinsichtlich mancher Details bei den Corona-Maßnahmen, ist berechtigt.

Dass sich viele derjenigen, die gegen die Corona-Maßnahmen demonstrieren, mit dem Tragen des Judensterns als vermeintliche Opfer einer vermeintlichen Diktatur inszenieren, ist hingegen an Erbärmlichkeit kaum noch zu überbieten.

Mit dem Judenstern wurden in der Zeit des Nationalsozialismus unschuldige Menschen ausgegrenzt und im Zuge dieser Ausgrenzung in Konzentrationslagern ermordet. Wer sich mit dem Tragen des Judensterns mit den Opfern des Holocausts gleichsetzen möchte, ist – gelinde gesagt – ein Volldepp.

Und um als Volldepp erkennbar zu sein, reicht weiterhin das Tragen eines Xavier-Naidoo-Shirts.