Satire-Blog

10.02.2018

Der Umstand, liebe Bundestagsabgeordnete, dass die Menschen in diesem Land zu Recht eine bessere Versorgung von Erwerbsunfähigen sowie die Schaffung neuer Kindergartenplätze fordern, rechtfertigt übrigens nicht diese Regierungsbildung.

PS: Und liebe Nachrichtenredaktionen, der Ort, an dem sich Martin Schulz zu Hause fühlt, schreibt sich trotz Rechtschreibreform und Jugendsprache nicht „Würselen", sondern „Würdelos".

03.02.2018

All diejenigen, die ihre Hoffnung auf Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft fast aufgegeben haben, seien beruhigend davon in Kenntnis gesetzt, dass Donald Trump in diesem Jahr – zum dritten Mal in Folge – für den Friedensnobelpreis nominiert wurde. Unklar ist noch, für welche seiner Äußerungen Donald Trump bei seinem unermüdlichen Engagement für den Weltfrieden besonders gewürdigt werden sollte:

- für seine auf eine Drohung des nordkoreanischen Staatschefs geäußerte Antwort: „Mein Atomwaffenknopf ist viel größer und mächtiger als seiner."

- für seinen hinsichtlich der Grenze zu Mexiko geäußerten Plan: „Wir müssen mit dem Bau einer Mauer anfangen. Einer großen, schönen, mächtigen Mauer … keiner baut Mauern besser als ich, glaubt mir … und ich werde Mexiko für diese Mauer bezahlen lassen."

- für seinen im Rahmen einer Wahlkamprede hinsichtlich seiner Popularität geäußerten Satz: „Ich könnte auf der 5th Avenue stehen und jemanden erschießen, und ich würde trotzdem keine Wähler verlieren."

- oder für seine bei einer Debatte um Einwanderer aus Haiti und afrikanischen Ländern geäußerte Frage: „Warum kommen all die Menschen aus diesen Drecksloch-Ländern hierher?"

Selbstverständlich hat Donald Trump für jede dieser Äußerungen den Friedensnobelpreis verdient. Und für andere Nobelpreise und Auszeichnungen gibt es natürlich ebenso würdige Kandidaten:

- für den Physiknobelpreis nominiert sind alle europäischen Regierungen wegen des von ihnen nachgewiesenen hydrostatischen Zusammenhangs zwischen der sinkenden Anzahl aufgenommener Flüchtlinge und dem im Mittelmeer steigenden Meeresspiegel

- für den Chemienobelpreis nominiert ist der Bayer-Konzern wegen der Entwicklung von Pestiziden zur Verhinderung von Bienenstichen

- für einen Sonderpreis zur Erringung von Frauenrechten nominiert sind Horst Seehofer und Markus Söder wegen der Gleichstellung von Bekanntschaften mit Ehefrauen

- für den Deutschen Umweltpreis nominiert sind die deutschen Arbeitgeberverbände wegen der aufgrund ihrer Niedriglöhne erhöhten Rückführung von Pfandflaschen

- und für den Literaturnobelpreis nominiert sind alle Verfasser von Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) wegen ihres Gefühls für Klarheit und Satzklang

01.02.2018

Nachdem bekanntgeworden ist, dass der VW-Konzern die Abgastests auch an Menschen durchgeführt hat, wurden nun weitere Tests von Konzernen und öffentlichen Institutionen aufgedeckt:

- Discounter wie Aldi testen mit ihren Fleischprodukten die Reaktionen menschlicher Körper auf Gammelfleisch

- der Bundestag testet mit der Großen Koalition weitere Einsatzmöglichkeiten von Gammelfleisch

- der Monsanto-Konzern testet mit einem gesundheitsschädlichen Landwirtschaftsminister die Möglichkeiten der Profitmaximierung

- RTL testet mit Sendungen wie „Dschungelcamp" die Schnelligkeit von Verblödung

- der Nestlé-Konzern testet mit dem Verkauf von Kaffee in Kapseln zu völlig überzogenen Preisen die Vorteile von Verblödung

31.01.2018

Keine Sekunde, lautete das Testergebnis. Keine einzige Sekunde – das ist herausgekommen, als Affen in Tests untersucht haben, wie lange die VW-Konzernführung sich Abgastests aussetzen würde, wie lange die Politiker der Großen Koalition ihr Leben ohne Mindestlohn verbringen möchten und wie lange die Bundestagsabgeordneten mit der Rente einer 45 Jahre arbeitenden Altenpflegerin auskommen würden.

28.01.2018

Der Autokonzern VW hat in Abgastests Affen eingesetzt und diese dabei mehrere Stunden Dieselabgase einatmen lassen, um die Auswirkungen der Abgase zu prüfen. Diese Tierversuche haben bewiesen, dass die primitivsten Affen den VW-Konzern leiten.