Satire-Blog

29.08.2021

Du, Markus Söder, hast hinsichtlich der Lage in Afghanistan behauptet: „Um politisch relevant zu sein und ernstgenommen zu werden, muss Deutschland an robusten Einsätzen teilnehmen. Dazu brauchen wir endlich auch neue Waffensysteme wie zum Beispiel bewaffnete Drohnen."

Auch wenn Du, Söderle, der einzige Krapfen bist, der es vom Christkindlesmarkt in Deiner Heimatstadt Nürnberg in ein Regierungsamt geschafft hat, solltest Du mal Deine Füllung untersuchen lassen.

Um politisch relevant zu sein und ernstgenommen zu werden, muss Deutschland nicht noch einmal zig Milliarden Euro für das einzig nachhaltige Ergebnis ausgeben, dass für Sarghersteller ein Shuttle-Service zwischen Afghanistan und den NATO-Ländern lukrativ wäre.

Um politisch relevant zu sein und ernstgenommen zu werden, muss Deutschland unter anderem eine vorausschauende Klimapolitik betreiben, Rechtsextremismus und Antisemitismus konsequent bekämpfen, die Gleichberechtigung der Frauen etablieren und die zunehmende Ungleichheit zwischen Armen und Reichen beseitigen.

Und anstatt bewaffnete Drohnen einzusetzen, sollte man Dich über Afghanistan abwerfen. Da sich infolgedessen der IS mit Dir herumärgern müsste, hätte man den IS mit nur einem Blindgänger kampfunfähig gemacht.

27.08.2021

Auch eine aktuelle Studie belegt es: Zwischen dem Klimawandel und solch einem Hochwasser wie im Juli dieses Jahres gibt es ebenso einen Zusammenhang wie zwischen Fernsehübertragungen von LGBT-Demonstrationen und Gallenbeschwerden bei den Taliban.

Viele Menschen hatten geglaubt, Klimaerwärmung würde nur bedeuten, dass sie fortan öfter T-Shirts tragen. Tatsächlich bedeutet Klimaerwärmung, dass sie die Reste ihres Besitzes fortan öfter zu einer Müllhalde tragen.

Mehr Angst als vor Hochwassern haben zahlreiche Menschen jedoch vor der wegen des Klimawandels erhobenen Forderung, aus Rücksicht auf die nachfolgenden Generationen ihre Lebensweise zu ändern. Infolgedessen fragen sich viele Menschen entsetzt: „Wenn ich auf Currywurst und Schweinebraten verzichten soll, was esse ich dann als Schnitzelbeilage?"

Und: „Wenn ich die Abholzung des Regenwaldes nicht mehr gleichgültig hinnehmen soll, woher bekomme ich dann Dachlatten für den geplanten Schuppen?"

Schon bei der Vorstellung, den 100 Meter langen Weg zum Friseur oder ins Fitnessstudio nicht mehr auf vier SUV-Rädern zurückzulegen, fühlen sich etliche Menschen für die Paralympics qualifiziert.

Die meisten Menschen nehmen gern Gammelfleisch im Sonderangebot und gefälschte Uhren von Schwarzhändlern, aber keine Rücksicht.
Rücksicht auf die nachfolgenden Generationen zu nehmen besteht nicht schon darin, keine Kinder zu zeugen.
Rücksicht auf die nachfolgenden Generationen zu nehmen besteht auch nicht in dem Plan: „Ich mache so viele Kreuzfahrten wie möglich, denn infolgedessen können meine Kinder und Enkel Kreuzfahrten durch die Sahara machen."

Sobald jemand zu Recht darauf hinweist, dass eine umweltfreundlichere Lebensweise angemessen sei, krakeelen in Deutschland viele Menschen: „Die Chinesen nehmen auch keine Rücksicht auf die Natur; warum also soll ich das machen?!"
Bemerkenswert ist, dass sich in Deutschland kein einziger Mensch sagt: „Die Chinesen leben in einer echten Diktatur; warum also mache ich das nicht auch?!"

Ob sich die Menschheit grundlegend ändern wird, kann man getrost bezweifeln; deshalb sollte der Begriff „Generationengerechtigkeit" den auf alle Generationen gerecht verteilten Bestand von zu zerstörender Natur bedeuten.

Die Menschen sollten fortan so leben, dass auch ihre Kinder und Enkel noch Plastikmüll im Meer entsorgen und mit Billigflugreisen Südseeinseln in Unterwasserlandschaften verwandeln können.

Um die Menschen gegen die Hochwasser zu schützen, die wegen des Klimawandels öfter und heftiger auftreten werden, bedarf es natürlich auch kurzfristiger Maßnahmen: Zum einen muss man in Deutschland wieder ein funktionierendes Sirenensystem installieren. Zum anderen muss man die Menschen in Deutschland für den Sirenenalarm wieder sensibilisieren.
Die Menschen in Deutschland müssen wissen: Wenn etwas Lautes und Grässliches ertönt, dann ist das meist ein Sirenenalarm, bei dem man das Haus verlassen muss, und nicht immer ein Xavier-Naidoo-Konzert, bei dem man zu Hause bleiben sollte.

24.08.2021

Wegen eines fortwährenden Notstands erwägt die Bundesregierung nun, die Bundeswehr – nach Grundgesetz Artikel 87a Absatz 4 – im Inneren einzusetzen. In Deutschland gebe es drastische Menschenrechtsverstöße und unhaltbare Zustände:

Frauen bekommen für die gleiche Arbeit immer noch weniger Lohn als Männer; radikale Gruppen wie die AfD planen den Aufbau antidemokratischer Strukturen; und offensichtlich haben viele Menschen keinen Zugang zu Bildung, denn eine zunehmende Anzahl Deutscher glaubt, die Erde sei eine Scheibe, und zur Klasse der Säugetiere gehörende Lebewesen wie Angela Merkel seien eine Echsenart namens Reptiloide.

Mit dem Einsatz der Bundeswehr in Deutschland, so die Bundesregierung, wolle man überprüfen, ob sich in einem Land, in dem religiös-fundamentalistische Organisationen wie die CSU Regierungsämter innehaben, durch einen Militäreinsatz humanistische Werte wie die Gleichberechtigung der Frauen realisieren lassen.

Wenn dies nicht der Fall sei, dann brauche man einen Bundeswehreinsatz in Ländern wie Afghanistan überhaupt nicht erst in Betracht zu ziehen; und man müsse darüber nachdenken, wie man zum Beispiel den dort lebenden Frauen und Kindern auf andere Weise hilft.

Lediglich eines könnte die Bundesregierung von ihrem Plan abhalten: Wenn die Bundeswehr auch nach zwanzigjährigem Einsatz in Deutschland keinen Erfolg hätte und die Soldaten schließlich die Rückreise in ihre Heimatstädte anträten, dann käme es auf dem Berliner Hauptstadtflughafen erfahrungsgemäß zu einem unbeschreiblichen Chaos.

19.08.2021

Alice Weidel (AfD) hat von dem Unternehmer und Politikberater Friedel Opitz jahrelang Zuwendungen angenommen, darunter einen Luxus-Urlaub auf Mallorca, ein während des letzten Bundestagswahlkampfes genutztes Mietauto sowie außerdem Tablets und Handys.

Alice Weidel: „Trotz der Tatsachen, dass Flüchtlinge ein Handy in ihrer Heimat viel günstiger als in Deutschland kaufen können und sie diese Handys vor allem für den Kontakt zu ihrer Familie benutzen, gelten Flüchtlinge nur wegen des Besitzes eines Handys als angeblich gewiefte Sozialschmarotzer und vermeintlich erfolgreiche Mitglieder des Kriminellen-Milieus. Ich habe durch das jahrelange Annehmen von Zuwendungen nun jedoch bewiesen, dass ein einzelner Mensch, der aus Deutschland stammt, zumindest in einer Branche zu viel mehr fähig ist als angeblich zahlreiche Flüchtlinge zusammen."

18.08.2021

CDU- und FDP-Politiker äußern derzeit ständig: „2015 darf sich nicht wiederholen."

Diese Forderung ist in mehrfacher Hinsicht falsch. Was sich nicht wiederholen darf, ist die Situation in Deutschland von 1933 - 1945.

Was sich ebenfalls nicht wiederholen darf, ist, dass man Menschen anderer Herkunft das Ertrinken wünscht und Flüchtlingsheime angezündet werden.

Aber der Umstand, dass Deutschland viele hilfesuchende Menschen aus anderen Ländern unbürokratisch aufgenommen und ein Großteil der Deutschen diesen Menschen bereitwillig geholfen hat, darf – ja, sollte sich wiederholen.

Wer Angst davor hat, dass in Deutschland Menschen überhandnehmen, die Frauen nicht als gleichberechtigt anerkennen und keine Steuern zahlen und oft in kriminelle Machenschaften verwickelt sind, der sollte einfach nicht CDU oder FDP wählen.