Satire-Blog

10.03.2021

In Anbetracht der Nachricht, dass sich Georg Nüßlein als CSU-Politiker und Nikolas Löbel als CDU-Politiker durch dubiose Geschäfte mit Maskenherstellern bereichert haben, sei den wegen der Corona-Pandemie Bekümmerten und Verzweifelten zugerufen: „Ja, wegen der Corona-Pandemie haben viele Menschen ihre Arbeit und ihre Gesundheit verloren, und trotzdem solltet Ihr niemals Eure Hoffnung verlieren, denn der Korruptionsfall der beiden Unionspolitiker beweist: Es gibt etwas, das diese Pandemie den Menschen nicht nehmen kann."

@Menschen-ohne-moralischen-Kompass-werden-nach-Corona-genauso-schlecht-sein-wie-vorher

08.03.2021

Noch besser, als dass die meisten Männer Frauen am Weltfrauentag wertschätzen, wäre es, wenn mehr Männer Frauen an allen Tagen im Jahr als gleichberechtigt erachteten und der Weltfrauentag schließlich ein Gedenktag werden würde, an dem des dann längst vergangenen Unrechts gedacht wird, dass Frauen für die gleiche Arbeit weniger Lohn erhielten und Opfer sexueller Belästigung wurden und in Führungspositionen nicht paritätisch vertreten waren.

05.03.2021

Die Nachrichten sind fortwährend monothematisch:
+++ Das Coronavirus verbreitet sich weiterhin +++ Das Coronavirus mit dem ersten Haarschnitt seit Monaten auf der Titelseite von „Brigitte" +++ Mit dieser Taktik gewinnt das Coronavirus die deutsche Fußballmeisterschaft +++ Ein Coronavirus bekommt demnächst ein uneheliches Kind von Attila Hildmann +++

Die Corona-Pandemie zeitigt unbestreitbar Ereignisse, die nicht unkommentiert bleiben dürfen: Jens Spahn und Andreas Scheuer sollen die Taskforce leiten, die für das Beschaffen der Coronatests verantwortlich ist. Genau. Und damit Deutschland die nächste Fußball-WM gewinnt, besetzt man die deutsche Nationalmannschaft mit Schalke-Spielern und Parkscheinautomaten.

Zu einer anderen Nachricht: Um Menschenansammlungen zu verhindern, hat die Stadt Düsseldorf ein Verweilverbot am Rhein ausgesprochen, wonach Passanten am Rheinufer nicht mehr innehalten dürfen. Wie sich jetzt zeigt, hat sich die Stadt Hannover schon vor Jahrzehnten auf die Corona-Pandemie vorbereitet und ein Stadtbild geschaffen, dessentwegen alle Passanten mit Scheuklappenblick schnellstmöglich nach Hause eilen.

Die mit der Corona-Pandemie einhergehenden Probleme sollte man weder leugnen noch bagatellisieren. Unabhängig davon, sollten die Medien mehr auf andere Probleme aufmerksam machen. Zum Beispiel auf die Situation in den Flüchtlingslagern am Rande Europas ... – man darf gespannt sein auf die demnächst erscheinenden Medienberichte, wie sehr die Coronaviren in diesen Lagern Not und Hunger leiden.

Auch in Deutschland passieren noch andere Dinge: Der Verfassungsschutz hat die AfD zum Verdachtsfall auf Rechtsextremismus eingestuft und beobachtet diese Partei nun bundesweit. Gewiss müssen in einem Rechtsstaat Regeln eingehalten werden, und gewiss darf man niemanden vorschnell verurteilen; die Nachricht, man habe die AfD zum Verdachtsfall auf Rechtsextremismus eingestuft, liest sich jedoch wie die Nachricht, man bewerte die Krombacher-Brauerei als Verdachtsfall auf Bierverkauf.

Wenn sich das Coronavirus weitgehend zurückzieht, weil ihm das bevorstehende Angebot zu einer eigenen Talkshow übertrieben scheint, wird man die Rückkehr zur verrückten Gesellschaft in normalem Maß an den Nachrichten erkennen. Wie an der (hoffentlich hypothetisch bleibenden) Meldung: AfD-Politiker beschweren sich über das zunehmende Gendern, denn früher sagte man zu der Mutante eines Virus Muonkel.

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Nachtrag: Das Verwaltungsgericht Köln hat nun entschieden, dass der Verfassungsschutz die AfD – zumindest vorerst – nicht als Verdachtsfall einstufen und beobachten darf. Dieses Gerichtsurteil lag beim Schreiben dieses Blog-Beitrags noch nicht vor.
Das Gericht wirft dem Verfassungsschutz vor, entgegen einer Vereinbarung nicht genug dafür gesorgt zu haben, dass das Einstufen und Beobachten der AfD als Verdachtsfall nicht öffentlich bekannt wird.

03.03.2021

Derzeit wird darüber diskutiert, ob die während des Distanzunterrichts vergebenen Noten genauso gewertet werden wie die während des üblichen Unterrichts, bei dem die Schüler ihre Lehrer in größtmöglicher Nähe mobben.

Mal abgesehen davon, dass Noten ohnehin nur Momentaufnahmen sind, werden sie auch in anderer Hinsicht überbewertet:

Eine Eins in Biologie ist nichts wert, wenn die so Benoteten während ihrer Berufstätigkeit im Vorstand von Nestlé oder McDonalds arbeiten und das Abholzen des Regenwaldes vorantreiben.

Eine Eins in einer Fremdsprache ist nichts wert, wenn die so Benoteten gegenüber Menschen aus anderen Ländern nur Hass äußern.

Und eine Eins in Mathematik ist nichts wert, wenn die so Benoteten während ihres Lebens immer nur ihren eigenen Vorteil ausrechnen.

Da nicht die Noten, sondern die Taten von Menschen zählen, sollten sie schon in der Schule lernen, richtig zu handeln. Zum Beispiel könnten schon die Schüler in der 3. Klasse dem zuständigen Minister Andreas Scheuer den Aufbau einer funktionierenden digitalen Infrastruktur vormachen.

25.02.2021

Die AfD möchte im April dieses Jahres einen Präsenzparteitag mit 600 Delegierten abhalten. Alle AfD-Politiker gehen offensichtlich davon aus, dass sich die Coronaviren sagen: „Von diesen primitiven Lebensformen, die Dummheit in pandemischem Ausmaß verbreiten, halten sogar wir uns fern."