Satire-Blog

06.08.2021

Dem Planeten Erde ist der Klimawandel gleichgültig: Der Planet Erde hat schon bestanden, als sich in heißer, mit giftigen Gasen durchsetzter Umgebung Einzeller à la Björn Höcke bildeten; und der Planet Erde bestünde auch noch, wenn sich infolge des steigenden Meeresspiegels Fische im Eiffelturm Maisonette-Wohnungen eingerichtet haben würden.

Diejenigen, denen der Klimawandel nicht gleichgültig sein sollte, sind die derzeit auf der Erde existierenden Lebewesen, darunter die Spezies Mensch, die gegen Hochwasser, Wirbelstürme und Hitzewellen wenig ausrichten kann und in ihrer gegenwärtigen Verfassung nicht einmal in einem Funkloch überlebensfähig ist.

Die Menschheit muss ihre Lebensweise ändern – nicht zum Schutz der Erde, sondern zu ihrem eigenen Schutz.

Was Albert Einstein übersehen hat:

E (Energiewende) = m (Masse der Menschen, deren Horizont nicht nur bis zur Frontscheibe ihres SUV reicht) x c^2 (Lichtgeschwindigkeit hoch zwei, also das Tempo, in dem die Menschheit umdenken sollte)

01.08.2021

Der Erdüberlastungstag respektive Earth-Overshoot-Day, also der Tag, an dem die innerhalb eines Jahres nachwachsenden natürlichen Ressourcen der Erde verbraucht sind, fiel dieses Jahr auf den 29. Juli.
Dass die Menschheit mehr natürliche Ressourcen verbraucht, als innerhalb eines Jahres nachwachsen, begann Anfang der 1970er Jahre – also in dem Zeitraum, als Jimi Hendrix starb und Xavier Naidoo geboren wurde und die Menschen sich wegen dieses Doppelschmerzes in ein konsumabhängiges Glücksgefühl flüchteten.

Der Erdüberlastungstag ist seit 50 Jahren fast jedes Jahr früher: Wenn die Menschheit ihre Lebensweise nicht spätestens jetzt grundlegend ändert, dann fällt der Erdüberlastungstag des Jahres 2050 auf den 31. Dezember 2049.

Dann werden sich die Menschen der indianischen Weisheit erinnern: „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr beim Geldessen feststellen, dass Ihr Börsenspekulanten und Investmentbanker möglichst früh zu Landschaftspflegern hättet umschulen müssen."

Der Umstand, dass der Erdüberlastungstag jedes Jahr früher kommt, ist nicht darin begründet, dass die Zahl der auf der Erde lebenden Menschen stetig steigt. Auf der Erde wächst genug gegen den Hunger jedes Lebewesens, aber leider kein Kraut gegen die Profitgier.

Die meisten Menschen in der westlichen Gesellschaft haben in materieller Hinsicht alles, was man braucht; doch wenn die Menschen damit zufrieden wären, was sie haben, dann würden die meisten Konzernbesitzer vier Wochen später herausfinden, dass ein Selfie-Stick höchstens dafür gut ist, um in der Kanalisation etwas Kaubares zu harpunieren.

Menschen brauchen Wertschätzung, um glücklich zu sein; aber Konzerne brauchen unglückliche Menschen, um genug Absatz erzielen zu können.

Deshalb wird den Menschen fortwährend suggeriert, ihr derzeitiger Besitz sei veraltet und unzureichend; und die meisten Menschen versuchen diesem vermeintlichen Unglück durch mehr Konsum zu entkommen. Eine Nebenwirkung besteht darin, dass viele Menschen Werbespots besser kennen als ihren Ehepartner – ungeachtet dessen, dass sie Werbespots missverstehen: Die Seitenbacher-Werbung zum Beispiel ist genau genommen keine Werbung für ein Müsli, sondern für Vorschlaghämmer und Verhütungsmittel.

Indes können Menschen der Werbung nicht entrinnen. Kaum lesen sie im Internet, bei welcher Katastrophe sich Armin Laschet heute amüsiert, erscheinen Pop-ups wie: Wer ein Buch von Armin Laschet oder die BILD-Zeitung gekauft hat, der kaufte auch andere Hamsterkäfig-Einlagen.

Oder: Wer große Aktienanteile von Maskenherstellern gekauft hat, der kaufte auch CDU-Politiker.

Menschen sind ständig Konsumanreizen ausgesetzt. Viele kaufen sich alle möglichen Verjüngungstinkturen, Schönheitselixiere und Aphrodisiaka, weil sie sich immer und überall anhören müssen: „Du bist zu alt! Du bist zu unsexy! Du bist zu schlaff!"
Und das allein von ihrem Ehepartner.

Durch die permanente Werbung kommt es zu einem für die Umwelt und den Ressourcenverbrauch schädlichen Irrtum: Viele Menschen glauben, das zu kaufen, was sie brauchen; und deshalb glauben sie, das zu brauchen, was sie kaufen.

Im Kapitalismus ist Unsinn zur Gewohnheit geworden: Die Menschheit strebt nach immer mehr Wirtschaftswachstum; und weil das Streben nach immer mehr Wirtschaftswachstum die Menschheit zu ruinieren droht, strebt sie nach Rettung durch immer mehr Wirtschaftswachstum.
Das ist so, als würde sich ein Mensch in der Gier nach immer mehr Besitz selbst ausrauben; und weil er wegen der Selbstausplünderung seinen Besitz verliert, möchte er diesen Verlust durch noch größere Selbstausplünderung kompensieren.

Die Tatsache, dass der schwedische Naturforscher Carl von Linné der Gattung Mensch ausgerechnet den Namen „Homo sapiens" gab, also „weiser, vernünftiger Mensch", ist nur damit zu erklären, dass Carl von Linné Cannabis zur Gattung der Grundnahrungsmittel zählte.

Die Menschen sollten alles dafür tun, damit es möglichst bald zu keinem Erdüberlastungstag mehr kommt. Wie befreiend es ist, Nutzloses und Überflüssiges loszuwerden, erkennt man schon an dem Glücksgefühl, nachdem man bei einer Bundestagswahl für das Ausscheiden von AfD-Politikern aus dem Bundestag gesorgt hat.

26.07.2021

Du, Christian Lindner (FDP-Bandenchef), hältst Armin Laschet für den sicheren Wahlsieger und beanspruchst für den Fall einer Regierungsbeteiligung das Amt des Finanzministers.

Klar: Du als Finanzminister wärest die ideale Besetzung – so wie ein Heroin-Dealer als Gesundheitsminister und Michael Wendler als Bildungsminister.

Deine Aussage: „Ich wäre bereit, das zu übernehmen" ist gleichbedeutend mit der Bereitschaft einer Abrissbirne, einen Porzellanladen zu leiten.

Für Dich steht gewiss schon fest, was Du als Finanzminister beschließen würdest:

- Mindest-Milliardenhilfen für bankrotte Banken

- eine Vermögenssteuer für Verkäuferinnen mit Mindestlohn

- die Privatisierung des Bundestages durch eine Lotterie für Wirtschaftslobbyisten

- ein internationales Abkommen zum Schutz von Profiten vor Waldbestand und Meeressauberkeit

- Strafgelder für Steuerzahler

- und das Ernennen von Steueroasen zu Schwarzgeld-Schutzgebieten

Die wahlberechtigten Menschen in Deutschland sollten alles dafür tun, damit die FDP bei der bevorstehenden Bundestagswahl nicht an die Regierung gelangt und Du nicht der nächste Finanzminister wirst – schließlich besteht eines der wichtigsten Ziele in einem fortan besseren Katastrophenschutz.

25.07.2021

Besten Dank an die lieben Leserinnen und Leser, die meinen Satire-Blog durch Spenden unterstützen.

@das-gibt-gutes-Karma

24.07.2021

Die norwegischen Beachhandballerinnen sollen eine Geldstrafe zahlen, weil sie statt der vorgeschriebenen Bikinihöschen Shorts getragen haben.

Beim nächsten Wettbewerb werden hoffentlich alle Beachhandballerinnen in Monteurshosen antreten, damit die Herren in der Disziplinarkommission der EHF (Europäischen Handball-Föderation) endlich verstehen, dass beim Beachhandball im Gegensatz zu ihren Spiegelbildern keine Ärsche zu sehen sein müssen.