Satire-Blog

23.07.2021

Du, Björn Höcke, hast die mit dem Misstrauensvotum gegen Bodo Ramelow einhergehende Abstimmung – wie vorhergesagt – verloren. Da Du sogar eine garantierte Abstimmungsniederlage in Kauf nimmst, um Dich in die Schlagzeilen zu lancieren, könntest Du auch mal etwas für das Allgemeinwohl tun und für folgende Schlagzeilen sorgen:

„Nachdem die AfD ein Misstrauensvotum gegen sich selbst gestellt hat, und zwar hinsichtlich der Notwendigkeit ihrer Existenz, verkündet Björn Höcke die Auflösung dieser Partei."

„Die AfD hilft fortan all denjenigen, die sich schwer in die deutsche Gesellschaft integrieren lassen, und bezahlt allen AfD-Mitgliedern von den illegalen Parteispenden Nachhilfeunterricht in Geschichte."

„Wegen der Tatsache, dass er gern mit erhobenem rechtem Arm dasteht, betätigt sich Björn Höcke bei den nächsten Hochwassern als Pegelstandsanzeiger."

21.07.2021

In Anbetracht dessen, CDU Thüringen, dass die AfD am Freitag ein Misstrauensvotum gegen den Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow stellen und ihren Kandidaten Björn Höcke zu dessen Nachfolger wählen möchte, besteht der einzig richtige Schritt darin, gegen die AfD zu stimmen – und nicht in Eurem Vorsatz, ohne Stimmabgabe sitzen zu bleiben.

In dem Fall, dass Nazis ein Flüchtlingsheim anzünden möchten, besteht der einzig richtige Schritt auch darin, die Nazis an dieser Tat zu hindern – und nicht darin, stumm zuzuschauen und sich damit zu brüsten, dass man den Nazis kein Feuerzeug gereicht hat.

@man-muss-den-Leuten-von-der-CDU-aber-auch-alles-sagen

19.07.2021

An all diejenigen, die in die vom Hochwasser betroffenen Gebiete fahren, dort die Zerstörungen filmen und die Rettungskräfte bei der Arbeit behindern und das Leid anderer Menschen betrachten: Entweder Ihr helft bei den Aufräumarbeiten; oder Ihr fahrt wieder nach Hause – und wenn Ihr unbedingt etwas Katastrophales und Trostloses begaffen möchtet, dann schaut doch einfach auf Euer eigenes Leben.

18.07.2021

Angesichts der im Hochwasser treibenden Autos war die Bundesregierung stolz: Autos, die sich emissionsfrei von Ort zu Ort bewegen – das ist ihr Beitrag zum Umweltschutz.

Viele Bürger hingegen waren überrascht: Wer hätte ahnen können, dass diese Klimaphänomene zunehmend auftreten, obwohl Klimaforscher schon vor mehr als dreißig Jahren vorhergesagt haben, dass diese Klimaphänomene zunehmend auftreten werden?

Dieses Hochwasser war natürlich nicht das erste Hochwasser in Deutschland; aber Hochwasser in Deutschland bedeutet normalerweise: vollgelaufene Keller, ein paar ruinierte Wohnzimmerteppiche und drei pitschnasse Katzen.

Die materiellen Schäden, die dieses Hochwasser angerichtet hat, werden – wenn überhaupt – erst in vielen Jahren behoben sein. Und bei diesem Hochwasser sind mindestens 140 Menschen ums Leben gekommen.
Bundesinnenminister Horst Seehofer hat gesagt: „Niemand kann ernsthaft bezweifeln, dass diese Katastrophe mit dem Klimawandel zusammenhängt." Und wenn sogar Horst Seehofer mal einen wahren Satz äußert, dann sollte auch der letzte Klimawandelleugner sein mit fossilem Denkschema bequem eingerichtetes Oberstübchen durch Erneuerbares Denken renovieren.

All die Menschen in Deutschland, die schimpfen, Windräder würden die Landschaft verschandeln, sollten zugeben, dass Windräder zumindest ein besserer Anblick sind als Hochwasserschäden.

Bei nahe gelegenem Ziel statt des Autos das Fahrrad zu nutzen ist ebenfalls besser, als schließlich auf einem vom Hochwasser fortgerissenen Gartenzaunfeld durch seinen Wohnort zu schippern.

Und in einer intakten Umwelt zu leben ist schon deshalb mehr wert, als nach Profit zu gieren, weil der Profit für die Schadensbeseitigung in einer zerstörten Umwelt aufgebraucht wird.

Bei der Bundesregierung braucht man nicht auf ein Umdenken zu hoffen. Nach dieser Hochwasserkatastrophe wird die Bundesregierung natürlich ankündigen, der deutschen Autoindustrie hinsichtlich des Klimawandels Maßnahmen aufzuerlegen: den Bau von unterseetauglichen SUV und benzinbetriebenen Flößen für Wasserstraßen wie die A3.

Wer etwas zum Erhalt der Natur beitragen und eine Plage biblischen Ausmaßes in Zukunft verhindern möchte, der sollte bei der Bundestagswahl nicht Armin Laschet wählen.

16.07.2021

... plötzlich standen sie vor den Grenzen Libyens: die Klimaflüchtlinge aus Deutschland, die wegen der immer öfter und gewaltiger auftretenden Hochwasser sowohl ihr Heim als auch Angehörige verloren hatten. Und die keinen der raren Arbeitsplätze eines Rettungsschwimmers am Ostseestrand im Harz erhielten.

Das Überqueren des Mittelmeeres gefährdete das Leben vieler Deutscher: Die ins Meer gefallenen Passagiere schluckten ständig Salzwasser, denn gegenüber dem von ihnen gewohnten Kölsch bemerkten sie einen deutlich besseren Geschmack.

Belastend war auch das Klagen Markus Söders und Horst Seehofers. Die beiden wurden von der Angst geplagt, die Libyer bestünden bei den deutschen Klimaflüchtlingen darauf, dass diese in deren neuem Heimatland zumindest Deutsch sprechen.

In Libyen angekommen, widerfuhr den Deutschen noch mehr Leid: Wenn sie trotz aller Anstrengungen keinen Arbeitsplatz bekamen, wurde ihnen vorgeworfen, sie würden das libysche Sozialsystem ausnutzen; und wenn sie einen Arbeitsplatz bekamen, wurde ihnen vorgeworfen, sie würden Libyern die Arbeitsplätze wegnehmen.

Die Deutschen erlitten weitere Diskriminierungen. Wegen der Statistik, in der die Pannen und Peinlichkeiten von Gesundheitsminister Jens Spahn und Verkehrsminister Andreas Scheuer erfasst wurden, galt jeder deutsche Klimaflüchtling als unfähig und dusselig.

Trotz der Tatsache, dass die meisten Deutschen arbeiteten und Steuern zahlten und ein redliches Leben führten, wurden sie vehement angefeindet. Vor allem die AfL (Alternative für Libyen) und PAGGDM (Patriotische Afrikaner gegen die Germanisierung des Mittaglandes) strebten danach, sich mit Verleumdungen gegen die Deutschen zu profilieren, und fühlten sich dadurch zum ersten Mal in ihrem vermurksten Leben bedeutsam.

All diesem Unrecht fortwährend ausgesetzt, wurde allen deutschen Klimaflüchtlingen schließlich bewusst, wie wichtig es ist, dass man in Not geratenen Menschen hilft.

@Karma