Satire-Blog

11.09.2020

Das positive Fazit nach dem Warntag:

Auch im Ernstfall können die Menschen in Deutschland ruhig schlafen.

10.09.2020

Du, Alice Weidel (AfD), hast nach den Bränden im Flüchtlingslager Moria gepostet:

„Mutmaßlich selbst gelegte Brände dürfen kein Ticket nach Deutschland sein!
Moria-Migranten in ihre Heimat evakuieren!"

Erstens: Mutmaßliche Vergehen einiger Flüchtlinge, die – sofern es zutrifft – in größter Not gehandelt haben und die überhaupt erst in Flüchtlingslager gekommen sind, weil ihre Heimat auch infolge der rücksichtslosen Wirtschaftspolitik Europas zerstört wurde, dürfen für die AfD kein Vorwand sein, um Flüchtlinge abzulehnen, die sie auch ohne diesen Vorfall abgelehnt hätte.

Zweitens: Das Wort „evakuieren" bedeutet „ausleeren". Evakuieren kann man ein Gebiet oder Häuser oder Flüchtlingslager, aber keine Menschen.

(Im Duden und in einigen Wörterbüchern ist beim Wort „evakuieren" zwar mittlerweile auch die Bedeutung „aussiedeln" aufgeführt – aber nur deshalb, weil dieses Wort von schlechten Journalisten und vielen anderen Menschen in dieser Hinsicht zu oft falsch verwendet wird und der Duden heutzutage den falschen Sprachgebrauch dokumentiert.)

Also, Alice Weidel, hast Du entweder generell Sprachkenntnisse auf dem Niveau eines fünfjährigen Kindes, oder Du schreibst die Fehler in den von Dir als „Systempresse" verunglimpften Zeitungen ab.

Poste zutreffendes doch auch mal auf Facebook.

09.09.2020

Diejenigen in Deutschland, die nun mit Schuldzuweisungen gegen Flüchtlinge beginnen, weil die Ursache für das Feuer im Flüchtlingslager Moria bisher ungeklärt ist, übersehen zum einen die Tatsache, dass zwischenmenschliche Tragödien nicht ausbleiben in einem Lager, in dem bei einer Kapazität von 2.800 Plätzen über viele Jahre etwa 12.600 Menschen unter unwürdigen Bedingungen hausen mussten.

Diejenigen übersehen zum anderen die Tatsache, dass seit der Corona-Pandemie die sogenannte häusliche Gewalt in Deutschland drastisch gestiegen ist, weil es viele Deutsche nicht einmal für eine überschaubare Zeit mit ihren Partnern im komfortablen Heim aushalten.

Und diejenigen übersehen vor allem die Tatsache, dass nun keine Zeit für Schuldzuweisungen ist, sondern dass die EU nun endlich das tun muss, was sie schon vor langer Zeit hätte tun müssen: Menschen in Not helfen.

08.09.2020

Julian Reichelt, der als Chefredakteur einer überregionalen Boulevard-Zeitung zuletzt auf unangemessene Weise über den mutmaßlichen Mord an fünf Kindern in Solingen berichten ließ, wurde am 15. Juni 1980 in Hamburg geboren. Die BILD-Zeitung möchte nun wissen:

Wie kam es zu diesem Unglück?

Warum hatte Julians Mutter Zugang zu einer Werkstatt, wo die bedauernswerte Frau über einen Hohlraum-Dübel stolperte und von ihm schwanger wurde?

Wieso hat dieser armen Frau niemand gesagt, dass Abtreibungsversuche mit Hammerschlägen auf den Kopf des Kindes alles nur noch schlimmer machen?

Wer hat Zugang zu Julians intimen Tagebucheinträgen darüber, dass er sich in der vierten Klasse radikalisierte, weil seine Deutsch-Lehrerin ihm ständig eine Sechs dafür gab, dass er ihr statt des geforderten Diktats Farbfotos von ihrer entblößten Brust vorlegte?

Wer kennt die Privatadressen all der Psychiater, die sich – nachdem sie es mit einer Therapie Julians versucht hatten – Berufsunfähigkeit attestieren ließen und die seitdem im Hochland Tibets weinend Geröll harken?

Warum müssen Journalisten unter Julians Leitung mit reißerischer und gegen jede Ethik verstoßende Berichterstattung täglich die BILD-Zeitung fabrizieren, obwohl es längst einfache Methoden gibt zur Herstellung von mehrlagigem Toilettenpapier?

Weshalb gilt es immer noch nicht als Tierquälerei, wenn Menschen ihre Hamsterkäfige mit der BILD-Zeitung auslegen?

Und warum gibt es immer noch Menschen, die die BILD-Zeitung lesen?

07.09.2020

Du, Boris Johnson, warnst die EU bei fehlendem Entgegenkommen in den Brexit-Verhandlungen vor einem EU-Austritt ohne Freihandelsabkommen, und gleichst mit Deinem Gebaren einem sechsjährigen Jungen, der seine Eltern bei fehlendem Entgegenkommen in den Taschengeld-Verhandlungen vor einem Abbruch der Wirtschaftsbeziehungen warnt.

Nach all Deinem unwürdigen Geschacher kann man Dir höchstens noch eines zugutehalten: Der Tatsache, dass Du die Coronavirus-Erkrankung überstanden hast, verdanken Wissenschaftler auf der Suche nach einem Impfstoff die Information, dass sich das Coronavirus offensichtlich von einer peinlichen Frisur vergraulen lässt.